Im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen für Neustadt am Rübenberge verknüpfen wir die Themen Wirtschaft und Digitalisierung eng mit ökologischen Zielen und einer modernen Infrastruktur.
Die wirtschaftspolitische Ausrichtung basiert auf einem sozial-ökologischen Modell, bei dem die Förderung der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) eine zentrale Rolle spielt. Unternehmen, die neben der Profitmaximierung auch soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und einen fairen Umgang mit Mitarbeitenden in den Fokus rücken, sollen durch Vorteile bei öffentlichen Ausschreibungen oder steuerliche Begünstigungen belohnt werden. Die Partei strebt zudem an, dass die Stadt Neustadt bis 2024 selbst eine GWÖ-Bilanzierung initiiert. Ein weiterer Fokus liegt auf der Ansiedlung innovativer Kleinunternehmen zukunftsorientierter Branchen sowie grüner Unternehmen durch die städtische Wirtschaftsförderung. Klimaschutz wird hierbei explizit als Wirtschaftsfaktor verstanden, der Arbeitsplätze sichert und schafft, weshalb die Einrichtung klimaneutraler Gewerbegebiete und die Unterstützung von Betrieben bei klimaschonenden Investitionen gefordert werden. In der Landwirtschaft setzen die Grünen auf ökologische Erzeugung und regionale Vermarktung, beispielsweise durch die Belieferung von Schulen und Kitas mit Bio-Lebensmitteln.
Die Digitalisierung wird als fächerübergreifende Aufgabe begriffen, um die Zukunftsfähigkeit des Standorts sowie die gesellschaftliche Teilhabe zu sichern. Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes gilt dabei als Grundvoraussetzung für vernetztes Wirtschaften, Home-Office und die Verbesserung der Bedingungen für Co-working Spaces. Neustadt soll sich zu einer „smarten Stadt“ entwickeln, die ihre Verwaltungsleistungen gemäß dem Onlinezugangsgesetz proaktiv und digital anbietet, wofür auch entsprechendes Personal in der Verwaltung eingestellt werden soll. Im Bildungsbereich fordern die Grünen ein einheitliches Digitalisierungskonzept für alle Schulen, um eine funktionierende IT-Infrastruktur inklusive Breitbandanschluss und digitalen Lernumgebungen zu gewährleisten. Um die digitale Teilhabe für alle Generationen und insbesondere im ländlichen Raum sicherzustellen, sollen Fortbildungsangebote an der Volkshochschule erweitert und sogenannte Reallabore als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft geschaffen werden. Digitale Scouts sollen zudem sowohl die Wirtschaftsförderung als auch die Stadtverwaltung bei diesen Transformationsprozessen unterstützen.










Obstsalat und Sonnenschein macht eine gute Stimmung.
